Buchenwälder des Pollino: ein natürliches UNESCO-Juwel in der Basilikata
Buchenwälder des Pollino: ein natürliches UNESCO-Juwel in der Basilikata
Im Süden Italiens, im Herzen der Basilikata, erstrecken sich die majestätischen Buchenwälder des Pollino, die seit 2017 zum UNESCO-Welterbe gehören.
Diese Wälder, einige der ältesten in Europa, sind ein Zufluchtsort der Biodiversität und ein Zeugnis der natürlichen Entwicklung des Kontinents.
Zwischen den Bergen des Nationalparks Pollino und denen des Monte Sirino verkörpern sie die wilde Natur der Basilikata, wo jeder Baum Jahrhunderte Geschichte erzählt.
Ein außergewöhnliches Naturerbe
Die Buchenwälder des Pollino und des Monte Sirino breiten sich über zerklüftete Landschaften aus, zwischen grünen Tälern und majestätischen Gipfeln.
Einige Buchen werden hier mehrere hundert Jahre alt und bilden ein dichtes Blätterdach, durch das das Licht in goldenen Nuancen hindurchscheint.
Ihr „primärer“ Charakter bedeutet, dass sie sich ohne wesentliche menschliche Eingriffe entwickelt haben und ein lebendiges Zeugnis der alten Ökologie Südeuropas darstellen.
Diese Anerkennung durch die UNESCO stellt die Basilikata in eine Reihe mit den italienischen Regionen, die sich am stärksten für den Schutz der Natur einsetzen.
Eine bemerkenswerte Biodiversität
Diese UNESCO-Wälder beherbergen eine außergewöhnliche Tier- und Pflanzenwelt.
Hier begegnet man dem Apenninwolf, dem Wanderfalken, dem Schwarzspecht und dem Rothirsch, dem Symbol der italienischen Bergwelt.
Der Walduntergrund ist voller Pilze, Farne und seltener Arten und bildet ein besonders artenreiches Ökosystem.
Abgesehen von ihrer Schönheit spielen die Buchenwälder des Pollino eine entscheidende Rolle bei der Regulierung des lokalen Klimas, beim Schutz der Böden und bei der Sicherung der Wasserressourcen.
Den Nationalpark Pollino und den Monte Sirino erkunden
Für Liebhaber von Wandern und Ökotourismus bieten diese Wälder ein unvergessliches Erlebnis.
Im Nationalpark Pollino, dem größten Italiens, schlängeln sich Wege durch Schluchten, Flüsse und Hochplateaus.
Der Monte Sirino, geheimnisvoller, aber ebenso faszinierend, offenbart Landschaften mit Seen, wie den Lago Laudemio, umgeben von jahrhundertealten Wäldern.
Die umliegenden Dörfer – Rotonda, Latronico und Lauria – verkörpern die herzliche Gastfreundschaft und die pastorale Kultur der Basilikata.
Bergaromen und lucanische Traditionen
Die UNESCO-Wälder der Basilikata zu erkunden bedeutet auch, eine rustikale und großzügige Küche zu entdecken:
Agnello alla lucana: geschmortes Lamm mit Kräutern und Gemüse;
Caciocavallo podolico: Bergkäse mit intensivem Geschmack;
Peperoni cruschi: getrocknete und frittierte Paprika, knusprig und aromatisch;
Und dazu ein Glas Aglianico del Vulture DOC, ein typischer vulkanischer Rotwein aus der Region.
Die lokale Gastronomie spiegelt die Kraft des Landes und die Einfachheit der Bergtraditionen wider.


